Sandra Tirre

DE
Sandra Tirre ist eine zeitgenössische Künstlerin, Malerin und Mutter. In ihren Gemälden und Zeichnungen visualisiert sie eine innere Welt, die von den körperlichen Erfahrungen des Gebärens, des Aufziehens eines kleinen Menschen und der gleichzeitigen künstlerischen Arbeit durchdrungen ist. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Ausgehend von ihrem Hintergrund in Psychologie und Schauspiel verfolgt Tirre einen körperlichen und emotionalen Zugang zur Malerei. Ihre Arbeiten entstehen aus einer improvisatorischen Geste heraus, die das Unfertige und Unvollkommene nicht nur akzeptiert, sondern bewusst als Teil eines fortlaufenden Prozesses feiert. Der Entstehungsprozess wird durch Fotografien und Videos dokumentiert, die ihre Arbeit unmittelbar und authentisch festhalten.
Zu ihren jüngsten Ausstellungen zählen die Einzelausstellung Vagina on the Meadow bei Gold + Beton in Köln (2025), After Sleeping Muse, kuratiert von Alexia Timmermann im Künstlerhaus Sootbörn in Hamburg (2025), sowie Painting Like Mothers im Rahmen einer Residency im Studio von Katharina Janeckova Walshe in Texas, USA (2023).
Ihre zugleich abstrakten und figurativen Arbeiten entstehen auf Baumwolle oder Leinwand in einer bewusst rauen, unmittelbaren Technik. Dabei verwendet Tirre unter anderem Acryl, Öl, Leinwand und Bleistift in kräftigen Farben. Die Darstellungen lassen Raum für Ergänzung und Weiterdenken und sind zugleich Ergebnisse eines partizipativen Prozesses, der sich fortwährend mit und durch das Publikum vollzieht.
Tirres Gemälde und Zeichnungen beschwören eine intime Welt herauf: Zyklen des Gebärens, Motive des häuslichen Raums, Tiere als archetypische Stellvertreter sowie verschiedene Stadien weiblichen Werdens – die junge Frau, die Mutter und schließlich die Weise. Geburtsszenen und entblößte Körper kehren in ihrem Werk als Motive grundlegender Erfahrungen und radikaler Transformation wieder. Sexuell konnotierte Scham wird durch traumartige Bildwelten und kindlich anmutende Motive aufgebrochen, die diese Themen mit Klarheit und Zärtlichkeit neu rahmen. Tirre untersucht und interpretiert die Erfahrungen von Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft neu und richtet den Blick dabei auf deren sinnliche, feministische, humorvolle und ermächtigende Aspekte. Das Chaos der ersten Jahre mit einem Kind findet in ihren Arbeiten einen unmittelbaren und lebendigen Ausdruck.
ENG
Sandra Tirre is a contemporary Artist, Painter and Mother. In her Paintings and Drawings she visualizes her inner world that is permeated through the corporal experience of giving birth, raising up a small human being and performing art at the same time. She lives and works in Berlin. Coming from an backround in psychology and acting, she chooses a physical and emotional approach to painting. Her works are created in an improvosational gesture that not only accepts the unfinished and imperfect result, but consciously celebrates it as an ongoing process. The creative process is documented through photographs and videos that capture the work up close and authentically.
She has been exhibited lately in "Vagina on the Meadow, solo at Gold + Beton, Cologne (2025), “After sleeping Muse” curated by Alexia Timmermann at Künstlerhaus Sootbörn in Hamburig (2025) and “Painting Like Mothers” as part of a Residency at studio Katharina Janeckova Walshe, Texas, US, in 2023.
Her abstract yet figurative works are created on cotton or canvas in a rather rough technique applying Acryl, canvas, Oil and pencil in strong colors. The depictions give space for completion and are themselves products of an participative process that is permanently performed with and through the audience. Her paintings and drawings evoke her intimate world: cycles of birth-giving, motifs of domestic space, animals as archetypal representatives and stages of feminine becoming — the Maiden, the Mother, and, ultimately, the Wise One. Scenes of birth, exposed bodies recur in Sandra Tirre’s work as markers of fundamental themes and, radically transformative states. Sexual shame is undone through dreamlike imagery and childlike motifs that reframes these themes with clarity and tenderness. She explores and reinterprets the experiences of pregnancy, childbirth, and motherhood, highlighting the sensual, feminist, humorous and empowering aspects of these journeys. The chaos of the baby years vividly reflects in her artwork.

