2026 Female Artists Only



DE

Die Kunstgalerie HOTO richtet 2026 ihren Fokus konsequent auf weibliche Kunstschaffende. Ein ganzes Jahr voller Ausstellungen, Projekte und Diskurse, die ausschließlich Künstlerinnen gewidmet sind – als bewusst gesetzter Impuls gegen strukturelle Ungleichheiten, die im Kunstbereich bis heute tief verankert sind, wie die anhaltende Dominanz männlicher Positionen auf dem Kunstmarkt sowie den klar belegten Gender Pay Gap in der Kulturbranche.

Gerade in 2026, im Jahr der 70. UN-Frauenrechtskommission, versteht HOTO dieses Programm auch als Beitrag zu globalen Debatten über Geschlechtergerechtigkeit.

Obwohl Frauen an Kunsthochschulen seit Jahren mindestens die Hälfte aller Studierenden ausmachen, setzt sich diese Realität im professionellen Kunstbetrieb kaum fort. Künstlerinnen erzielen im Durchschnitt deutlich geringere Verkaufspreise, sind in Museen unterrepräsentiert und werden auf dem internationalen Kunstmarkt seltener gefördert. Der Gender Pay Gap zeigt sich im Kulturbereich besonders deutlich:

Sichtbarkeit, Anerkennung und wirtschaftliche Chancen fallen nach wie vor ungleich aus. Unser kuratorischer Ansatz gilt dabei als Einladung, das Verhältnis zwischen Kunst und Macht kritisch zu hinterfragen:  Wer bekommt Zugang zu Ressourcen? Wer schreibt Kunstgeschichte?Und wie können wir Strukturen verändern, damit mehr weibliche Perspektiven wahrgenommen und ernst genommen werden?

Als Galerie tragen wir dabei einen kunsthistorischen und kulturellen Bildungsauftrag: Mit unserem Programm möchten wir inspirieren und Verantwortung übernehmen. 2026 präsentiert HOTO eine Vielfalt künstlerischer Positionen, die zeigt, wie stark, experimentell und politisch weibliche Kunst heute ist. Von etablierten Namen bis zu jungen Stimmen schaffen wir einen Raum, in dem Künstlerinnen nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlicher Mittelpunkt stehen.

Denn Gleichberechtigung ist kein Automatismus – sie braucht Räume, Entscheidungen und Institutionen, die bereit sind, Veränderungen anzustoßen.





ENG

In 2026, the HOTO art gallery will be focusing exclusively on female artists. A whole year of exhibitions, projects, and discussions dedicated exclusively to female artists – a conscious effort to combat structural inequalities that remain deeply entrenched in the art world to this day, such as the continuing dominance of male positions in the art market and the clearly documented gender pay gap in the cultural sector.

Especially in 2026, the year of the 70th UN Commission on the Status of Women, HOTO also sees this program as a contribution to global debates on gender equality.

Although women have accounted for at least half of all students at art colleges for years, this reality is hardly reflected in the professional art world. Female artists achieve significantly lower sales prices on average, are underrepresented in museums, and are less likely to be promoted on the international art market.

The gender pay gap is particularly evident in the cultural sector: Visibility, recognition, and economic opportunities remain unequal. Our curatorial approach is an invitation to critically examine the relationship between art and power: Who has access to resources? Who writes art history? And how can we change structures so that more female perspectives are recognized and taken seriously?

As a gallery, we have an art-historical and cultural educational mission: with our program, we want to inspire and take responsibility. In 2026, HOTO will present a variety of artistic positions that show how powerful, experimental, and political female art is today. From established names to young voices, we create a space in which female artists are not the exception, but the natural center of attention.

Because equality is not automatic — it requires spaces, decisions, and institutions that are willing to initiate change.



 



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